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Suki’s Sicht der Dinge

All unsere Erlebnisse sind immer aus meinem Blickwinkel geschrieben. Doch, wie mag wohl ein typischer Spaziergang aus Suki’s Sicht verlaufen? Wie nimmt sie meine Signale wahr? Und was denkt sie sich dabei?

In dieser Geschichte nimmt Suki die Rolle des Erzählers ein.

SUKI (Claude die Hand abschleckend): MORGEN! Es ist Samstag, 06.52 Uhr. Zeit um was zu unternehmen! HALLO??? AUFSTEHEN!

Endlich ist er aufgestanden. Wieso er immer die Zähne putzt weiss ich auch nicht. Soll sich mal ein Beispiel an mir nehmen. Okay, anziehen! Was dauert das denn so lange? Hey, geile Hosen. Von Mammut? Aja stimmt. Die hatte er ja schon.

CLAUDE: Suki komm! Wir ziehen das Geschirr an.

SUKI: Endlich gehen wir spazieren. Hab ich grad Lust drauf. Muss aber erst noch was trinken.

CLAUDE: Suki?? Komm!

SUKI: Ja, ist ja gut. Ich komm ja schon! Aber können wir das Halsband nehmen? Das Neue von Michaela?

CLAUDE (nimmt doch das neue Halsband): So, warten!

SUKI: Klar, wo soll ich denn auch hin?

CLAUDE (die Türe aufmachend): Suki, sitzen und warten!

SUKI: Hm, ich will aber raus. Vielleicht ist ja die schwarze Katze da, die krümmt sich immer so lustig wenn sie mich sieht.

Wir treten vor die Tür.

SUKI: Mist! Die Katze ist nicht hier. Schau mal schnell ob sie sich im Gebüsch versteckt.

CLAUDE (Liegt in die Leine als Suki in Richtung Gebüsch zieht): Suki komm, wir gehen hier lang!

SUKI: Na gut! Vielleicht treffen wir ja unterwegs noch eine Katze, will sie ja nur ein bisschen jagen. Ich pass schon auf, will nicht wieder eins auf die Nase.

Wir gehen Richtung Uetliberg.

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NHA Aarau

Nach 32 Jahren Pause führte die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) eine zweitägige nationale Hundeausstellung auf der Pferderennbahn Schachen in Aarau durch. Das Wetter meint es erneut gut mit uns. Die Sonne brennt, der Sommer ist angekommen.

Zum zweiten Mal, nach der IHA St. Gallen, wird Suki von Miriam präsentiert. Die Richterin Ms Valerie Banbery (CH) bewertet sie mit V4 (vorzüglich / 4. Platz).

Jetzt ist erst mal Sommerpause angesagt. Ende September geht es dann mit der Expo Avenches weiter.

S-Wurf Treffen

Zwölfeinhalb Monate nach der schmerzlichen Trennung kam es heute Mittag zur ersten Wiedervereinigung des S-Wurfs von Twilight Star’s.

Von den ursprünglichen zehn S-Babies trafen sich vier Hündinnen und fünf Rüden sowie Omi Nira, Papi Max und Nesthäkchen Milou. Gross und schön geworden sind sie alle, frech und quirlig waren sie schon damals. Die Rasselbande spielte und tollte den ganzen Nachmittag und auch ein kurzer Regenguss konnte die riesige Freude des Zusammentreffens nicht mindern.

Ganz ganz herzlichen Dank an Esther und Angie für’s Organisieren. Es war toll!

Die 365 Tage Suki Statistik

Vor genau 365 Tagen ist Suki bei uns eingezogen. Zeit um in einer kleinen Statistik das erste Jahr zu resümieren.

Im letzten Jahr:

  • Wurde Suki auf rund 1000 kleinen, mittleren und grossen Spaziergänge ausgeführt…
  • …und dabei rund 800 Robbydog Säckchen verbraucht
  • Hat Suki rund 109 Kilo Trockenfutter + Joghurt + Hüttenkäse + Thon + Hackfleisch gefressen
  • Haben wir Suki rund 30 Zecken entfernt
  • Haben wir 21 Tage mit Knochenbrüchen und -Prellungen im Spital der Reha oder in der Notfallstation verbracht
  • Hat sich Suki 11 mal in Fuchskacke gesuhlt
  • Haben wir Suki 10 mal gebadet
  • Waren wir 7 Tage mit Suki in den Ferien
  • Waren wir 7 Tage ohne Suki in den Ferien
  • War Claude 5 Tage auf Geschäftsreise
  • Waren wir auf 4 Hunde-Ausstellungen
  • Waren wir 2 mal beim Tierarzt…
  • …und einmal in der Notaufnahme des Tierspitals
  • War Suki einmal läufig
  • Hat Miriam einen neuen Job gefunden
  • Hat Suki 0 Schuhe kaputt gemacht

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an all die Menschen die wir im letzten Jahr dank Suki kennen und schätzen lernten und natürlich an all jene die uns unterstützt haben, mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind und uns in der schwierigen Zeit im letzten November / Dezember Mut gemacht haben.

Hundehalter-Typen: Der Rassen-Taliban

Aus der Rubrik Hundehalter-Typen: Der Rassen-Taliban:

Kennzeichnendes:

Man erkennt ihn nicht auf den ersten Blick. Wohl auch nicht auf den Zweiten. Man muss ihn kennenlernen, mit ihm sprechen und ihn wiedersehen bevor er eindeutig identifiziert werden kann. Folgende Hinweise mögen dabei hilfreich sein:

Der Rassen-Taliban kann sowohl weiblich wie männlich sein und tritt meistens im Rudel mit Gleichgesinnten auf. Er kennt den Rassenstandard auswendig, ist im Bilde über alle wichtigen Züchter und sitzt bei Hundeausstellungen und -shows in der ersten Reihe, um sich auf dem Laufenden zu halten und um mit seinem Rudel zu fachsimpeln. Alternativ dazu tritt er, mit absoluter Verbissenheit und merkbarer Spasslosigkeit, selbst an, rennt mit seinem Hund durch den Agility-Parcour, tanzt mit ihm Dogdancing oder feuert ihn beim Hunderennen an. Er steht für seine Rasse ein und verteidigt sie bis aufs Letzte, spielt schwierige Themen wie rassentypische Krankheiten oder negative Merkmale kategorisch herunter und erwähnt stets nur die positiven Eigenschaften, diese dafür konstant.

Auf den ersten Blick könnte man meinen es handle sich hier um den emotional gebundenen Haltertypen, je besser man ihn jedoch kennenlernt, desto mehr verschiebt sich die Ausprägung in Richtung prestigeorientierten Charakter. Er ist ein Opportunist wie er im Buche steht, gestern Apportierhund, heute Stöberhund und morgen Schutzhund, Hauptsache prestigeträchtig.

Hund:

Der Name ist hier Programm: Natürlich muss es ein Rassen-Hund sein. Die Rasse spielt dabei nur eine Nebenrolle. Viel wichtiger ist die Reinrassigkeit und die ausgeprägten rassenspezifischen Attribute. Der Hund darf hier Hund sein, solange es  in den Augen des Besitzers noch rassentypisch ist. Generell machen Hunde von Rassen-Talibans immer einen leicht geknickten Eindruck auf mich. Sie spüren wohl den Druck der auf ihnen liegt, primär Vorzeige-Objekt zu sein und jederzeit die rassenspezifischen Merkmale zeigen zu müssen, wann immer sie von ihrem Herrchen abgerufen werden.

Die Hunde sind immer sehr gut sozialisiert, kennen sich im Umgang mit anderen Gefährten aus, wobei sie jedoch vorwiegend auf Artgenossen der gleichen Rasse oder mindestens auf jene mit gleichen Attributen und Eignungen treffen. Viele von ihnen haben eine Fixation auf ihrem Arbeitsgebiet. So will der Schutzhund laufend verteidigen, der Wachhund alles bewachen, der Apportierhund bringt einem jedes herumliegende Stück und Hütehunde wollen ständige alle Anwesenden zusammentreiben.

Interaktion mit der Umwelt:

Auch hier steht mehr der Mensch als der Hund im Vordergrund. Der Rassen-Taliban ist mit absoluter Subtilität missionarisch tätig, sei es auf Spaziergängen, im Training oder in Fachforen im Internet. Für ihn gibt es 1. nur “seine” Rasse und 2. wenn es schon eine andere Rasse sein muss, dann nur etwas reinrassiges. Rasse-Hunde ohne Papiere oder  nachweisbaren Stammbaum sind verpönt und Mischlinge gehören sowieso verboten. Er lobbiert für “seine” Rasse und für die Aufrechterhaltung und Förderung der rassenspezifischen Eignungen. Es gibt auch böse Ausprägungen: So putzt er zum Beispiel den stolzen Besitzer eines Labrador Retriever der als Therapiehund tätig ist in einem Internetforum runter, da seiner Ansicht nach Labis nur für jagdliche oder für Dummy Arbeit aber sicherlich nicht für Therapie in Frage kommen. Noch verpönter ist, wer gar nicht mit seinem Hund arbeitet. Im Internet wird der missliche Besitzer an den Pranger gestellt. Im “richtigen” Leben wird er erst belächelt und dann bedrängt und immer wieder gefragt, wann er nun endlich mit der rassentypischen Arbeit beginne, an die Prüfung gehe, ins Traininglager komme und so weiter…

30 Jahre Club Show – Burgdorf

Der Retriever Club Schweiz feiert seinen 30. Geburtstag, Openair und unter der brennenden Sonne Burgdorfs.

Suki wird von der Englischen Richterin Mrs Maureen Scott mit V (vorzüglich) bewertet. Ihre Schwester Aiyuna kriegt ebenfalls ein V. Herzlichen Dank den beiden Danielas, fürs Fahren und fürs Ausstellen.

Hundehalter-Typen – Die mehr oder weniger rüstige Seniorin

Aus der Rubrik Hundehalter-Typen: Die mehr oder weniger rüstige Seniorin:

Kennzeichnendes:

Oft alleine unterwegs, jedoch nicht mehr ganz gut zu Fuss, daher mit Stock unterwegs und wohl meist über 70 Jahre alt. Ihr Hund ist ihr Heiligtum, ihr ein und alles. Er wird verhätschel, hat nur das Beste verdient und steht immer Mittelpunkt.

Die Seniorin gehört definitiv zu den emotional gebundenen, stark auf den Hund fixierten Hundehaltern. Die Hunde haben meist männliche Menschennamen, vielleicht vom verstorbenen Ehemann oder jener eines Liebhabers aus jungen Jahren?

Hund:

Typischerweise ein Kleinhund, ein Malteser, ein Zwergpinscher oder Pudel. Der Hund wird vorwiegend an der Leine ausgeführt, ist daher wohl eher schlecht sozialisiert, unsicher und kläfft stressbedingt alles an was ihm zu Nahe kommt. Dabei kriegt er Rückendeckung seiner Besitzerin; wenn’s sein muss wird auch mal der Stock als Waffe gegen unliebsame Hunde eingesetzt.

Er war nie in der Hundeschule und tendenziell gar nicht bis schlecht erzogen, aber die unbestrittene Nummer Eins und hat gegen Aussen das Ego eines Alpha-Wolfes. Eigentlich ist er aber total gestresst, verunsichert und ängstlich. Könnte der Hund frei wählen würde er sich wohl für ein anderes, lebendigeres Zuhause entscheiden.

Interaktion mit der Umwelt:

Da der Hund wie kleiner Prinz behandelt wird, ist es nur logisch, dass alle Hunde auf die man trifft von der Seniorin höchsten Diener aber meist nur wie niedriges Volk behandelt werden. Spielen ist gar nicht drin. Der Hund ist ja schliesslich angeleint, damit er ja immer schön auf dem Weg geht, nie ins Gras oder in eine Pfütze, der Hund soll sauber sein oder gar klinisch rein. Auch Gesicht ablecken, eine von Suki’s absoluten Lieblingshandlungen beim Treffen mit anderen Hunden, ist total verpönt. Meist reagiert der Hund mit Gekläff, angefeuert von seiner Besitzerin. Suki und ich schauen dann zu dass wir Land gewinnen und hören meist verbale Beschwichtigungen wie “Ja Kerli, das war jetzt aber ein ganz böser Hund. Einfach das Gesicht ablecken. Hat der denn keine Manieren?” oder “So ist gut Anton, dem hast du’s aber gezeigt”.

Manche dieser Damen sind sehr redselig, wobei entweder der eigene Hund im Mittelpunkt der Rede steht oder Eigenschaften und Verhalten des anderen Hundes kritisiert oder kommentiert werden: “Wieso wedelt der denn so mit dem Schwanz? Will er Fliegen vertreiben?” oder “Jack ist ein ganz toller Hund und ist so lieb. Ich weiss jetzt auch nicht was er hat!” Dabei kläfft Jack, nach einem misslungenen Aufreitversuch Suki an…

Hundehalter-Typen – Eine Studie

Letzthin habe ich in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über Hundehalter-Typen gelesen. In einer Studie der Universität Bonn wurden 2800 Hundehalter befragt und beobachtet. Jedoch wurde nicht nur die Zufriedenheit der Hundehalter, sondern auch jene der Hunde untersucht. Die Studie kategorisiert folgende drei Haupttypen:

  1. Der prestigeorientierte Hundehalter (22% der Studienteilnehmer)
  2. Der soziale, naturverbundene Hundehalter (43% der Studienteilnehmer)
  3. Stark auf den Hund fixierte, emotional gebundene Hundehalter (35% der Studienteilnehmer)

Grobe Schubladisierungen sind nicht so mein Ding. Es fehlt an Feinheit und Diversität. Vor allem die Kategorien 1 und 3 bieten Potential für weiterführende Subkategorien.

Wenn ich mit Suki unterwegs bin, sammle ich nicht nur Namen ihrer Spielkameraden, sondern mache mir auch einen Spass daraus ihre Besitzer eingehend zu studieren: Wie treten sie auf? Was für ein Verhältnis haben sie zu ihrem Vierbeiner? Wie interagieren sie mit mir? Und mit Suki? Welche Charakteristiken weisen sie auf? Was kennzeichnet ihre Hunde? Und, und, und…

In der Folge werde ich meine Beobachtungen hier zum Besten geben: