Hundehalter-Typen
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Hundehalter-Typen: Der Kontroll-Freak

Aus der Rubrik Hundehalter-Typen: Der Kontroll-Freak:

Kennzeichnendes:

“Man muss den Willen des Hundes brechen”. Dies könnte eine typische Aussage eines Kontroll-Freaks sein. Ob sie noch dem Zeitgeist und den gängigen Erziehungsmethoden entspricht, ist jedoch äusserst fragwürdig.

Dem Halter geht es in erster Linie um Kontrolle, um Macht, um Dominanz, um Unterordnung und um Prestige. Der Kontroll-Freak ist vorwiegend männlich, robust, nicht mehr ganz der Jüngste, ist bodenständig und wählt gut-bürgerlich. Er hält sich typischerweise einen Vierbeiner der Eigenschaften wie Unterordnung, Gehorsam, Tiebveranlagung und Nervenstärke mit sich bringt und macht eventuell Hundesport im Bereich Schutzhund oder Obedience. In diesen Fällen hat sich der Hund auf die Arbeit zu konzentrieren, muss Leistung, Stärke und Gehorsam zeigen, soll seinen Besitzer stolz machen und ihn verehren. Die Kommandos sind kurz und prägnant und irgendwie wird man das Gefühl nicht los auf einem Waffenplatz oder im Militär zu sein.

Dieser Hundehalter-Typ ist sicherlich prestigeorientiert und kann auch auf den Hund fixierte, emotionale Züge aufweisen.

Hund:

Rottweiler, Dobermänner, Boxer oder Schäfer werden gerne von Kontroll-Freaks gehalten, wobei letztere ganz klar im Trend liegen. Der Hund hört auf’s Wort, läuft Fuss und ist allzeit bereit Befehle vom Hundeführer zu empfangen. Das Kern-Attribut jedoch, und damit holt sich der Kontroll-Freak seine Bestätigung, ist die ausnahmslose Fixierung des Hundes auf seinen Führer. Diese Hunde sind oftmals eher schlecht sozialisiert, da der Halter wohl mehr Zeit für die Ausbildung des Hundes als für den Aufbau seiner sozialen Fähigkeiten und das Spielen mit Seinesgleichen investiert. Sieht man den Besitzer mit seinem Hund regelmässig, fällt einem leider auf, dass der Hund tatsächlich einen geknickten Eindruck macht. Manche würden gar sagen, dass er aussieht wie ein geschlagener Hund. Das kommt nicht von Ungefähr, wenn man die ersten Zeilen dieses Beitrages bedenkt, so wird Ungehorsam nicht geduldet und wohl auch bestraft.

Viele dieser Hunde haben hervorragende Eigenschaften, um als Gebrauchshund eingesetzt zu werde, arbeiten auch gerne und werden daher oftmals von der Polizei eingesetzt, doch wollen sie auch Hund sein und ihren eigenen Willen haben.

Interaktion mit der Umwelt:

Solche Duos werden nur selten auf Spaziergängen oder in der Stadt gesichtet. Viel mehr verbringen sie ihre Zeit auf dem Hundeplatz oder üben auf abgelegenen Plätzen und Wiesen. Oftmals habe ich den Eindruck, dass dem Besitzer das Training mit der harten Hand zwar peinlich ist, d.h. er es vorerst nicht an die grosse Glocke hängen will, jedoch unter Seinesgleichen auftaut und richtig gesellig sein kann.

Falls uns in seltenen Fällen doch mal ein Kontroll-Freak mit seinem Hund entgegen kommt, so ist der Hund meist passiv, d.h. er kommt nicht zu Suki hin, will meist nicht schnuppern und schon gar nicht spielen. Oftmals wird das Verhalten des Hundes schon vor der eigentlichen Aktion korrigiert. Macht der Hund die kleinste Bewegung in unsere Richtung, gibt es vom Besitzer das korrigierende Kommando und die beiden laufen weiter wie sie daher gekommen sind, Seite an Seite. Demnach sieht sich der Besitzer nicht nur als Hundeführer sondern auch als Hundelenker und attestiert seinem Hund keine Freiheiten, nur Unterordnung.

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