Dialog
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Hundeerziehung fremd delegieren…

Es ist Sonntag Morgen. Suki und ich kämpfen uns den vereisten Borrweg in Richtung Panoramaweg hoch. Es ist so eisig, selbst Suki mit ihrem 4WD schlittert immer wieder. Auf dem Panoramaweg angekommen, finden wir einen schönen Schneeweg vor. Suki ist aufgestellt. Sie liebt Schnee. Offensichtlich ist sie nicht die Einzige. Es sind schon einige Leute unterwegs. Mit Schlitten. Mit Wanderstöcken. Mit Kindern. Und mit Hunden…

Ein kleiner hellbrauner Hund, gefolgt von einem Corgi rennt kläffend in vollem Karacho auf Suki zu. Sie dreht sich, etwas verängstigt, um und rennt in die entgegengesetzte Richtung und sucht hinter einem Zaun Schutz. Die Besitzerin des braunen Kläffers versucht ihren Hund abzurufen und ist beim dritten mal dann auch endlich erfolgreich. Suki kommt zurück zu mir und läuft so dicht wie sie nur kann neben mir.

BESITZERIN DES KLÄFFERS: Sie müssen entschuldigen. Bei anderen Hunden macht er das nicht. Er ist eben so ein Ängstlicher…

ICH: Ja, Suki ist manchmal auch etwas ängstlich…

BESITZERIN DES CORGI (inzwischen zu ihrer Kollegin aufgeschlossen): Ich sage ihnen, der riecht das…

ICH: Ja mag sein, ist trotzdem nicht toll wenn er andere Hunde hetzt

BESITZERIN DES KLÄFFERS: Schmeissen sie ihm doch das nächste Mal wenn er hetzt einfach die Leine an…

ICH (verdutz): Das können sie also nicht von mir erwarten.

BESITZERIN DES CORGI: Oder schreien sie ihn an und verpassen sie ihm einen Zusammenschiss.

BESITZERIN DES KLÄFFERS: Oder lassen sie einfach die Leine fallen wenn er auf gleicher Höhe ist…

ICH: Aha. Soso. Hm…

BESITZERIN DES KLÄFFERS: Er sollte das nämlich nicht machen. Sie dürfen also gerne einschreiten beim nächsten mal, es macht mir nichts aus.

ICH: Wissen sie, ich denke nicht, dass ich für die Erziehung ihres Hundes verantwortlich bin…

BESITZERIN DES KLÄFFERS: Ja, aber es macht mir wirklich nichts aus. Er muss seine Lektion lernen.

BESITZERIN DES CORGI: Ja, genau. Muss er.

ICH: Genau, aber wohl eher nicht von mir.

Suki, die sich während des Gespräches in den Schnee gelegt hat, ist aufgestanden und zu einem Labi und einem Berner Sennenhund hingerobbt um sie abzuschlabbern. Ich nutze die Gelegenheit und drehe mich ab.

ICH: Einen schönen Tag noch.

DIE BEIDEN FRAUEN (zeitgleich): Adieu.

(Abgang. In unterschiedliche Richtungen.)

Liebe Hundebesitzer, ihr seid für eure Hunde verantwortlich. Ihr, einzig und alleine. Delegieren geht hier nicht. Wenn ihr mit euren Hunden arbeiten, sie besser verstehen, ein Team werden wollt und es aus welchen Gründen auch immer nicht klappen will, dann wendet euch an einen professionellen Hundetrainer.

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