All posts filed under: Unterwegs

Immer Ärger mit den Leckerlis

An einem schönen Samstag Nachmittag sind wir wieder einmal unterwegs. Suki und ich. Gemeinsam steigen wir den Üetliberg hinauf und geniessen die herbstlichen Farben des Waldes. Wir sind bereits eine gute Stunde unterwegs, da sichten wir einen Herrn, ebenfalls mit Hund. Sie kommen auf uns zu und unsere Wege kreuzen sich. Suki und der junge Dobermann Rüde begrüssen sich freundlich und wir setzen unseren Weg fort. Der junge Dobermann hingegen entscheidet sich, mit uns zu kommen. Ich blicke über meine Schulter und schon spüre ich seine Vorderpfoten auf meinem Hintern. Noch einmal springt er hoch, woraufhin Suki ihm auf freundliche aber direkte Art zu verstehen gibt, dass dies nicht okay ist. Zugegeben, ich mag es nicht sonderlich und Suki spürt dies wahrscheinlich, so reagiert sie entsprechend. Ich bleibe kurz stehen,

Chica und das Mädchen

Wie jeden Freitag, wenn ich Suki mit ins Büro nehme, machen wir uns gegen Mittag für einen ausgiebigen Spaziergang auf den Weg zur Zolliker Allmend. Kaum aus dem Auto gestiegen, werde ich auf eine Stimme aufmerksam, die in einem immer wiederkehrenden, jedoch sehr freundlichen Ton, den Namen Chica ruft. “Muss eine Hündin sein” – denke ich mir und öffne erst mal den Kofferraum meines Wagens. Suki, schon in den Startlöchern und mit Kong bewaffnet, schaut mich mit ihrem erwartungsvollen Blick an – wartet kurz auf mein OK – und springt sichtlich erlöst und wie ich es von ihr gewohnt bin, voller Freude aus dem Wagen. Sie springt voraus und ich gehe vom Parkplatz eine kurze Böschung zur einer Wiese hoch, von wo aus wir unsere Runde starten. Es dauert nicht lange und ich weiss nun auch, wem diese Stimme gehört:

Landluft

Raus aus der Stadt und rein ins Landleben – dies das Motto unseres heutigen Ausflugs. Die Reise führt uns in Miriam’s ehemalige Heimat, den Kanton Schaffhausen. Wir starten beim Pumpspeicherwerk Engeweiher, wo Suki gleich ihr erstes Vollbad nimmt und uns fröhlich ein paar Dummies aus dem Wasser apportiert. Danach wandern wir weiter durch den Wald in Richtung Beringen mit Ziel Randenturm. Da gibt es ein nettes kleines Restaurant, mitten im Wald. Bevor wir uns auf den Rückweg machen, stärken wir uns mit Fritten und Wildschüblig. Wieder am Engeweiher angekommen, überredet uns Suki, ihr noch ein paar Dummies ins Wasser zu werfen – ein schöner Abschluss für einen wirklich tollen Tag.

Mit oder ohne?

Gemäss dem heute erschienenen TA Artikel “Bello, an die Leine”, will die Stadt Zürich nun Parkanlagen bestimmen, in denen der Zutritt für Hunde gänzlich verboten wird. Grund dafür ist offensichtlich die gängige Missachtung der “In dieser Anlage besteht Leinenpflicht!” Schilder. Auch habe die Angst vor Hunden in der Bevölkerung zugenommen, lässt sich die Leiterin Naturförderung von Grün Stadt Zürich zitieren. Der Artikel regt an und scheuert Emotionen. Bis heute Abend sind mehr als 100 Kommentare dazu eingegangen; mit teils erstaunlichen Voten: So gibt es Mitbürger die angeben nur noch mit Messern oder Sprays bewaffnet Spazieren zu gehen, um sich gegen Hunde zu wehren. Andere proklamieren die Erziehung von Haltern, nicht den Hunden. Dritte beschweren sich über Kleinkinder, Katzen, Biker und alte Leute in der Stadt und den einschlägigen Naherholungsgebieten. Wieder andere verkennen das Problem. Ich bin geschockt über diese vielen negativen Kommentare gegenüber Hunden und ihren Haltern. Klar, als Halter bin ich irgendwie voreingenommen. Klar gibt es auch bei uns schwarze Schafe. Die gibt es wohl überall und viele Halter können von Negativerfahrungen mit anderen Haltern …

Alles eine Frage der Mischung

Zu Beginn meiner Karriere als Hundehalter bin ich auf viele Leute getroffen die Suki für einen Labrador, einen Setter oder für sonst was gehalten haben. Vor allem Neu-Hundehalter, so hab ich das bei mir selbst festgestellt, sind stets daran interessiert, welche Hunderasse gerade mit ihrem Hund spielt. In letzter Zeit haben diese Erlebnisse etwas abgerissen, doch heute war es mal wieder so weit: SIE (den Hund an der ausgefahrenen Flexileine): Guten Morgen. Oh, was für ein schöner Hund. ICH: Guten Morgen. SIE: Und ein schönes glänzendes Fell hat er. Oder ist es eine sie? ICH: Danke! Ja es ist eine sie. SIE: Ja meine auch. Was ist das für eine Mischung? ICH (etwas perplex): Ein Flat Coated Retriever, reinrassig. SIE: Aha, ja. Ist sie noch jung? ICH: 19 Monate, und Ihre? SIE: Gut zwei Jahre. ICH: Einen schönen Sonntag wünsche ich. SIE: Danke, Ihnen auch. (Abgang. In unterschiedliche Richtungen). Versteht mich nicht falsch. Ich bin kein Rassen-Taliban und habe auch nichts gegen Mischlinge, doch denke ich beim Wort Mischung eher an Farben, einen feinen Kaffee …

Alte Bekannte

Es sind erst wenige Leute unterwegs als Suki und ich heute Morgen auf dem Panoramaweg spazieren gehen. Zwar ist es nicht mehr ganz so frisch wie gestern, aber immer noch angenehm. Die Farben sind intensiv. Die Sicht fantastisch und klar: Weit hinter dem Zürichsee sieht man schneebedeckte Gipfel. Suki rennt schnurstracks auf einen Setter zu. Beide setzen sich hin und lecken sich gegenseitig das Gesicht. Ein solch freundlicher Hund muss auch einen freundlichen Besitzer haben, denke ich. Ich schaue ihn an und staune nicht schlecht. Hat er sich doch in den letzten 15 Jahren kaum verändert. “Pius? Pius L? Ich bin’s. Claude. Claude H.” Ich nehme die Sonnenbrille ab und der Mann schaut mich an. “Wir haben damals zusammen bei der Redi gearbeitet….”, sage ich und warte auf eine Reaktion. Ist er wirklich der für den ich ihn halte? “Ja schau auch da einer an, klar erinnere ich mich an dich”, sagt er und begrüsst mich freundlich. Wir setzen uns auf eine Bank, schauen unseren Hunden beim Spielen zu und sprechen über die Wohnungssituation in …

Vollnarkose für Suki

Als Hundebesitzer sammelt man nicht nur gute Erfahrungen, nein, es schleichen sich hin und wieder auch richtig üble Exemplare ein. So ist es mir vergangenen Donnerstag mit Suki ergangen. Donnerstag ist bei uns im Büro “Suki Tag”, d.h. Suki ist den ganzen Tag bei mir im Büro. Der Tag fängt jeweils schon früh an, wir machen dann einen schönen Spaziergang auf dem Panoramaweg, wundervolle Aussicht auf die Stadt Zürich inklusive. Wir werfen Suki gerne Stöckchen, sie liebt es diesen Dingern nach zu laufen um dann innert Sekunden Kleinholz daraus zu machen. So geschah es an diesem Tag. Ich warf Suki dieses eine Stöckchen, das unglücklicher weise vertikal im Boden stecken blieb. Suki rannte in ihrem Eiltempo und mit offenem Maul auf dieses Stöckchen zu……und schrie sogleich fürchterlich auf!! Was war geschehen? Ich versuchte Suki zu beruhigen, wollte zu ihr, doch sie rannte desorientiert ein paar Meter weg und dann wieder auf mich zu. Um Hilfe bittend sass sie zusammengekauert da, jede Faser ihres Körpers schien nach Schmerz zu schreien, sie zitterte und viel Blut tropfte …