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Nicki hat immer noch Angst

Wir erinnern uns: Im letzten Mai sind Suki und ich das erste mal auf Nicki und seine Besitzerin gestossen. Heute gab es ein Wiedersehen. Witzigerweise spielt sich dieses Treffen ähnlich ab wie das Letzten – zumindest zu Beginn: Suki und ich liefern uns ein Wettrennen. Wie immer ziehe ich den Kürzeren und sehe wie sich Suki in einer Wegkurve hinlegt und ihr Spielzeug fallen lässt. Niemand zeigt mir schöner wer der Sieger bei unseren Wettrennen ist. Ich kann nicht sehen was am Ende der Kurve ist, laufe zu ihr hin und sehe eine alte Frau mit Gehstock. Sie hält eine schnur-artige Schleppleine in der Hand. Daran angemacht ist ein kleines, wuscheliges schwarzes Hündchen – Nicki. SIE (verängstigt): Ist es ein Rüde? ICH: Nein, eine Hündin. Wir haben uns schon mal getroffen…

Hundeerziehung fremd delegieren…

Es ist Sonntag Morgen. Suki und ich kämpfen uns den vereisten Borrweg in Richtung Panoramaweg hoch. Es ist so eisig, selbst Suki mit ihrem 4WD schlittert immer wieder. Auf dem Panoramaweg angekommen, finden wir einen schönen Schneeweg vor. Suki ist aufgestellt. Sie liebt Schnee. Offensichtlich ist sie nicht die Einzige. Es sind schon einige Leute unterwegs. Mit Schlitten. Mit Wanderstöcken. Mit Kindern. Und mit Hunden… Ein kleiner hellbrauner Hund, gefolgt von einem Corgi rennt kläffend in vollem Karacho auf Suki zu. Sie dreht sich, etwas verängstigt, um und rennt in die entgegengesetzte Richtung und sucht hinter einem Zaun Schutz. Die Besitzerin des braunen Kläffers versucht ihren Hund abzurufen und ist beim dritten mal dann auch endlich erfolgreich. Suki kommt zurück zu mir und läuft so dicht wie sie nur kann neben mir. BESITZERIN DES KLÄFFERS: Sie müssen entschuldigen. Bei anderen Hunden macht er das nicht. Er ist eben so ein Ängstlicher… ICH: Ja, Suki ist manchmal auch etwas ängstlich… BESITZERIN DES CORGI (inzwischen zu ihrer Kollegin aufgeschlossen): Ich sage ihnen, der riecht das… ICH: Ja …

MannMitHund.ch

Nicki hat Angst

Pfingstmontag, früh morgens. Nur wenige sind unterwegs. Von Zeit zu Zeit treffen wir auf Hündeler, Biker oder Jogger, selten auf Spaziergänger. In einer Wegkurve bleibt Suki stehen und duckt sich ganz leicht. Ich kann nicht sehen was am Ende der Kurve ist, doch typischerweise verhält sich Suki so wenn sie einen anderen Hund, ein Pferd oder sonst ein Tier sieht. Ich eile zu ihr hin und sehe eine alte Frau, mit Gehstock, leuchtgelbem T-Short, grünen Hosen und einer roter Bauchtasche. Sie hält eine Schleppleine in der Hand. Daran angemacht ist ein kleines, wuscheliges schwarzes Hündchen. SIE (etwas verängstigt): Ist es ein Rüde? ICH: Nein, eine Hündin. SIE (offensichtlich erleichtert): Dann ist gut, sie müssen sie nicht anleinen… Wir gehen weiter auf die Frau und das Hündchen zu. Suki begrüsst den Hund. Sanft wie immer. SIE: Wissen sie, Nicki hat eben Angst vor Rüden. Vor allem vor Grossen. Aber Ihre Hündin ist ja ganz eine Liebe. ICH: Ja ist sie. Ist Nicki denn ein Rüde? SIE: Ja, ja. Nicki ist ein Rüde. Aber er mag Rüden …

Hat der Hund eine militärische Ausbildung?

Es kommt vor, dass Suki wenn sie auf Distanz andere Hunde sieht, sich ganz flach hinlegt (wie beim Kommando “Platz”, aber mit dem Kopf auf dem Boden) und dann langsam zum potentiellen Spielkameraden vorrobbt. So neulich geschehen: SIE (Frau mit Beagle, von weitem rufend): Ist das ein Kampfhund??? ICH (mit einem Lachkrampf kämpfend): Nein sie ist ganz friedlich. Sie will nur spielen. SIE (verdutzt und bleibt stehen): … ICH (weiter auf sie zugehend): Sie will wirklich nur spielen. SIE: Ja, aber normal ist das doch nicht! ICH: …Macht sie eigentlich schon immer so… SIE: Hat er denn eine militärische Ausbildung?

Intermezzo mit Tarek

Ich sehe sie von weitem. In ihrer schicken Winterjacke, mit Kapuze und Fellrand. An ihrer Flexi-Leine hängt ein riesiger schwarzer Labi. Suki und ich sind zügig unterwegs. Bald ist sie eingeholt. Keine Möglichkeit auszuweichen, ausser dem Weg zurück und das wollen wir nicht. Als der Labi Suki sieht, springt er mit voller Wucht in die Flexi-Leine. Die vollen 5 Meter sind ausgerollt. Sie bleibt stehen, versucht ihren Hund zurück zu ziehen, merkt dass es zwecklos ist und ergreift die Flucht nach Vorn. Auf uns zu. ICH (mich abdrehend): Nicht mit der Flexi-Leine, das gibt ein Gnusch! Lass ihn doch frei! SIE (meine Frage ignorierend): Ist es eine Hündin? ICH: Nicht mit der Flexi-Leine…! (Leider schon zu spät) Ja, es ist eine Hündin, deine auch? SIE (mit der Leine beschäftigt): Ja, er ist auch eine Hündin… ICH (verdutz): Er oder sie?

Schwarz, braun oder blond

Auf unseren Spaziergängen treffen wir immer wieder auf andere Hunde und ihre Besitzer. Zum Teil ereignen sich witzige Dialoge. Folgender zum Beispiel neulich, mit einer Labrador Besitzerin: SIE (von weitem, auf mich zukommend): Das ist aber ein schöner Hund den sie da haben. Der ist noch jung, gell? ICH: Oh, danke. Ja, sie ist erst 8 Monate alt. (Suki und der braune Labi verstehen sich prima und spielen.) SIE: Sind lieb die Labis, gell? ICH (verwirrt): Ja bestimmt, aber Suki ist eine Flat Coated Retriever Hündin. SIE (entschlossen): Nein, das kann nicht sein! Flats gibt es nur in schwarz. ICH (klugscheisserisch): Doch, doch, das ist ein Flat. Die gibt es auch in braun. SIE (noch mehr entschlossen): Nein, da bin ich mir 100%-ig sicher, die gibt es nur in schwarz! Ich habe noch nie einen anderen gesehen.